Konzeption Gesamt
1. Leitbild
Das Grundmerkmal unserer familienunterstützenden Einrichtung „Ostheimer Storchennest“ ist das soziale Miteinander. Die Schaffung einer familiären und liebevollen Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens stehen dabei stets im Vordergrund. Fröhlichkeit und Lachen sollen jeden Tag aus unserer Einrichtung mit nach Hause genommen werden.
„Wo Ihr Kind zu Hause ist, wenn Sie nicht zu Hause sind!“
2. Rahmenbedingungen / Räumliche Gegebenheiten
2.1 Entstehungsgeschichte
2007 + Die Stadt Ostheim ermittelte per schriftlicher Umfrage den Bedarf an Betreuung für Kleinstkinder (0-3 Jahre). Die Planung begann. Gleichzeitig wurde ein geeignetes Anwesen, das dem Betrieb der Kinderkrippe gerecht wurde, gesucht. Bereits in dieser Phase wurde die Beratung durch das Jugendamt des Landratsamtes Rhön-Grabfeld in Anspruch genommen.
2008 + Am 28.Januar entschied sich der Stadtrat einstimmig, für den Abschluss eines Mietvertrages mit der Familie Spiegel zur Anmietung des Einfamilienhauses im Rosenweg 7. Um zügige Ausführung des Vorhabens zu gewährleisten, übernahm der Stadtrat die vorläufige Betriebsträgerschaft. Die Verwaltung wurde beauftragt, beim Landratsamt Rhön-Grabfeld eine Betriebserlaubnis für den Betrieb einer Kinderkrippe zu beantragen. Die Verwaltungsgemeinschaft Ostheim v. d. Rhön schrieb im Auftrag der Stadt Ostheim v. d. Rhön Stellen für pädagogisches Fachpersonal aus. Im Februar bildet der Stadtrat eine Kommission, die aus 70 Bewerbungen 2 Fachkräfte auswählte. Bei guter Auslastung würde eine weitere pädagogische Fachkraft eingestellt werden.
Zeitgleich gründen Eltern einen Förderverein.
Im Haushaltsplan 2008 wurden investive Mittel und Betriebsmittel für den Betrieb einer Kinderkrippe durch den Stadtrat bereitgestellt. Durch gemeinschaftliche Zusammenarbeit der Stadt Ostheim vor der Rhön und dem Förderverein „Ostheimer Kleinkindbetreuung“, dem viele, engagierte Eltern angehörten, konnte am 8.April 2008 die Kinderkrippe „Ostheimer Storchennest“ eröffnen. Am 01.09.2008 wurden die Öffnungszeiten angehoben und eine weitere Erzieherin eingestellt.
2011 + Die jährliche Bedarfsermittlung ergab neben verlängerten Öffnungszeiten auch einen erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen. Das Jugendamt Rhön-Grabfeld genehmigte zum 01.09.2011 eine Änderung von 12 auf 14 Ganztagsplätze. Das Team des „Ostheimer Storchennest“ wurde aufgestockt.
2023 + Durch eine Eigenbedarf bedingte Kündigung zogen wir im Juli 2023 in das evangelische Pfarrhaus. Die Pfarrerwohnung in diesem historischen Gebäude stand zur Verfügung und bot über 175 m² Wohnfläche. Bedarf und m² erlaubten die Erweiterung auf 16 Ganztagsplätze. Wieder zeigten die Eltern großen Einsatz und Hilfsbereitschaft. In unzähligen Einsatzstunden stemmten Sie einen Großteil des Umzuges, halfen beim Aufbauen, Auspacken und Reinigen des neuen Domizils. Nach nur zwei Tagen konnte das „Ostheimer Storchennest“ seinen Betrieb in den neuen Räumlichkeiten wiederaufnehmen.
2.2 Standort
Unser „Ostheimer Storchennest“ liegt inmitten
der Altstadt des Luftkurortes Ostheim vor der
Rhön am Fuße der Kirchenburg. In zentraler Lage
(2 Gehminuten zur Stadtmitte), kurze Wege zu
Schule und Kindergarten. In unmittelbarer Nähe
befinden sich Sport-, Hartplatz und der
Gewässerlehrpfad an der Streu.
2.3 Räumlichkeiten
Die Kinderkrippe „Ostheimer Storchennest“ wurde in der ersten Etage des ev. Pfarrhauses eingerichtet. Auf einer Ebene stehen 175 m² zur Verfügung. Die Räume sind hell, freundlich und kleinkindgerecht gestaltet.
In unseren Dschungel- und Ballonzimmer stehen eine Rutschebene mit Bällebad. Tische und Stühle (mit und ohne Armlehne) haben genau die richtige Höhe. Neben einem abgetrennten Krabbelbereich mit spezieller Wandgestaltung bieten wir die unterschiedlichsten Spielmaterialien an (Motorikschleifen, Lego Duplo für verschiedene Altersgruppen, Rassel -und Stofftiere, Wandtafel, Bücher, Puzzel...)
Der weiträumige Flur bietet Raum für Spiel und Bewegung. Hüpfpferde, Fahrzeuge, Puppen und Kuschelkörbchen stehen zur Verfügung.
Im gut ausgestatteten, hellen Turnraum befinden sich unterschiedliche Turnmaterialien und –geräte. Diese ermöglichen vielfältige Bewegungsabläufe.
Ein Intensivraum mit Basteltisch, Schränken, Regalen und vielfältigem Bastelmaterialien ermöglicht kreative Intensiv- und Kleingruppenarbeit.
Ruhe – und Schlafplätze bietet der Schlafraum mit Kinderbettchen.
Im Waschraum mit Wickeltisch, Hygieneboxen für jedes Kind, Kleinkindtoiletten und Waschgelegenheiten werden Kinder in Absprache mit den Eltern zur Sauberkeitserziehung animiert.
Die Küche mit Eckbänken, Stühlen und Tischen für Kleinkinder ermöglicht ruhiges Essen in der Gruppe. Die Küchenausstattung gestattet eine sorgfältige Aufbewahrung und Zubereitung der Lebensmittel.
Der große Hofgarten mit Schatten spendenden Bäumen, der Garage für Kinderwägen und Spielmaterial, einem großen Sandkasten, Schaukel, Wippe und Wipp Tier lädt zu jeder Jahreszeit zum Aufenthalt im Freien ein.
Den Hofgarten können wir direkt von unserer Garderobe aus erreichen.
Die Garderobe befindet sich im Erdgeschoss des Pfarrhauses. Kleinkindgerechte Bänke,
Hakenleisten und eine Wickelkommode,
welche als Anziehhilfe für die Allerkleinsten genutzt werden kann, stehen zur Verfügung.
2.4 Tagesablauf
+ Bringzeit bis 8.30 Uhr
+ Morgenkreis mit Begrüßung, Sing- und Fingerspielen
+ Gemeinsames Frühstück
+ Wickeln, Toilettengang und Schlafzeiten nach Bedarf
+ Freie Spielzeit und gezielte Beschäftigung in kleinen Gruppen (Turnen, Malen, Bilderbuchbetrachtung, Spazier- und Gartengänge, und vieles mehr)
+ 11.45 Uhr Mittagessen mit anschließender Schlaf– oder freier Spielzeit
+ Erste Abholmöglichkeit 12.30 Uhr
+ 14.30 Uhr Beginn der 2. Abholzeit, Freispielzeit, Nachmittagskreis, Nachmittagssnack
+ Nachmittagsöffnungszeit entsprechend des Bedarfs bis 17.00 Uhr
2.5 Der Jahreskreis
Der Jahreskreis im „Ostheimer Storchennest“ orientiert sich an kirchlichen Festen und den unterschiedlichen Jahreszeiten. Altersentsprechend erleben und gestalten wir Feste und Jahreszeiten mit den Kindern. Um unser Vorhaben zu verwirklichen verwenden wir die unterschiedlichsten Materialien, Lernmittel und Lernmethoden.
Beispiel: Jahreszeitwechsel
Im Morgenkreis singen und spielen wir Kreis-, Sing-, und Fingerspiele zum Thema.
Wir bieten Bilderbücher, Beamershow,
Gespräche und Spielmaterial zum Thema an.
Raumdekoration werden entsprechend gestaltet.
In freier Natur nehmen wir die Veränderungen gezielt wahr, unternehmen Spaziergänge, sammeln Naturmaterial, usw.
Im Bereich Malen und bildnerisches
Gestalten nehmen wir zum Thema passend
Natur- und Bastelmaterialen zur Hand.
Auch in der Bewegungserziehung werden gezielt Spiele und Materialien eingesetzt.
Alle Sinne sollen durch die unterschiedlichen Aktionen angesprochen werden. Hierzu zählen auch hauswirtschaftliche (Backen, Kochen) und sinnesübergreifende (riechen, schmecken, tasten, hören, sehen) Angebote.
Wir möchten den Tagesablauf vielseitig und abwechslungsreich gestalten. Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Kinder sollen durch ein vielfältiges Angebot angeregt, gefordert und gefördert werden.
2.6 Das Geburtstagsfest / Abschiedsfest
Die Geburtstagsfeier (bzw. Abschiedsfest) im „Ostheimer Storchennest“ gestaltet sich folgendermaßen:
+ Das Kind erhält seinen Geburtstagsschmuck (z.B. Krone, Hut oder Kranz).
+ Im Morgenkreis gratulieren wir, singen ein Geburtstagslied machen Kreis- Sing– und Fingerspiele. An diesem Tag sitzt das Geburtstagskind auf einem Geburtstagsthron und steht im Mittelpunkt der Feier.
+ Das Frühstück wird vom Geburtstagskind mitgebracht (Obst, Rohkost, Brot, Hörnchen, Brezeln, usw.). Wir essen gemeinsam.
Durch unsere Feier möchten wir dem Kind einen besonderen Tag, mit viel Freude, Erlebnissen und Aufmerksamkeit ermöglichen.

3. Übergang von Familie zur Kinderkrippe
3.1 Eingewöhnungsphase
Da wir während der Eingewöhnung wichtige
Bezugspersonen für Kind und Eltern sein werden, ist es nötig verschiedene Informationen auszutauschen. Beispielsweise Vorlieben,
Stärken, Ess– und Schlafgewohnheiten, Krankheiten, Allergien usw. der Kinder. Ebenso werden die
pädagogischen Vorstellungen, der Tagesablauf unserer
Einrichtung, Regeln und Rituale besprochen. Eltern haben die Möglichkeit Fragen zu stellen, Wünsche und Ängste zu äußern. Um das Kind langsam an den Krippenalltag zu gewöhnen orientieren wir uns am sog. „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Es ist wichtig das Eltern (Mutter, Vater, Großeltern oder enge Bezugspersonen) das Kind unterstützend begleiten. Das Kind kann sich nach eigenen Wünschen im Raum bewegen und jederzeit zu seiner Begleitperson zurückkehren, welche ebenso die Möglichkeit zur Beobachtung hat.
Die Eingewöhnungszeit mit Begleitung gestaltet sich je nach Kind unterschiedlich und individuell, die Phasen des Alleinseins steigern wir langsam. Nur Erwachsene können dem Kind vermitteln, dass es erwünscht ist und nicht allein gelassen wird. Für einen guten Start in die Kinderkrippe sind liebevolle Zuwendung, Wärme Geborgenheit und Einfühlungsvermögen sowie Trost unerlässlich.
3.2 Aufnahmekriterien
Die Aufnahmekriterien sind öffentlich-rechtlich in einer Satzung geregelt. Aufnahmeberechtigt sind Kinder ab dem 2. Lebensmonat bis zum 3. Lebensjahr. Da die Betriebserlaubnis auf 16 Ganztagsplätze beschränkt ist, empfehlen wir allen interessierten Eltern, den Krippenplatz rechtzeitig vormerken zu lassen und ausreichend Stunden zu buchen.
Die Gebühren sind kostendeckend kalkuliert.
Für die Aufnahme Ihres Kindes benötigen wir folgendes:
Anmeldevertrag
Impfpass (Masern Impfstatus dem Alter entsprechend) und U- Heft
Anerkennung der Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes
4. Soziale Fähigkeiten
4.1 Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein,
Selbstkonzepte (=Wissen über sich selbst)
Wir geben den Kindern die Möglichkeit, stolz auf ihr eigens Handeln, ihre Leistungen und Fähigkeiten zu sein. Kinder wollen selbst bestimmen, was sie tun und wie sie es tun. Sie wollen nicht fremd gesteuert (= heteronom), sondern selbst gesteuert (= autonom) handeln.
Indem wir differenzierte und positive Rückmeldungen geben, aktiv Zuhören, Gefühle verbalisieren, die körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder verbessern und auf ihr äußeres Erscheinungsbild achten, fördern wir oben genannte Fähigkeiten.
4.2 Kommunikation, Kooperation und Konfliktfähigkeit
Die Kommunikationsfähigkeit ist einer der wichtigsten Kompetenzen unseres Lebens. Im gesamten Tagesablauf und durch gezielte Beobachtung wirken wir auf die Sprachentwicklung der Kinder ein. Spielerisch und altersentsprechend fördern und fordern wir die Entwicklung vom ersten Laut bis hin zum grammatikalisch richtigen Satz, wobei die vielfältigen Anreize, welche die gesamte Gruppe auf das einzelne Kind ausübt, besonders motivieren und zum Sprechen animieren. Sprache entfaltet sich nur in der Interaktion. Sprache erwirbt ein Kind nicht nur beim Zuhören, sondern auch – und das ganz wesentlich – bei der aktiven Sprachproduktion, beim Sprechen. Wie zum Beispiel Lieder und Spiele im täglichen Kreis, Bilderbuchbetrachtung, Unterhaltung uvm. Kommunikation führt zu Kooperation. Durch das Erlangen der Sprache, erhalten Kinder die Fähigkeit miteinander zu kommunizieren, einander ausreden zu lassen, gegenseitig zuzuhören und nachzufragen. In unserer Tageseinrichtung lernen Kinder mit anderen Kindern und Erwachsenen zusammen zu arbeiten. Es bieten sich die verschiedensten Möglichkeiten der Interaktion und der Konfliktbewältigung. Wichtig ist im Alltag eine Kultur des Streitens, Aushandelns und Schlichtens einzuführen. Soziale Regeln und Rahmenstrukturen, die Gefühle und Konflikte Raum geben helfen Probleme konstruktiv zu lösen. Im Aushandeln von Konflikten erleben Kinder ihre Grenzen und entdecken, dass andere Menschen Situation und Dinge anders sehen. Positive Konfliktbewältigung stärkt das Selbstbild des Kindes, sie sind zufriedener, gelassener und sicherer im Umgang mit Problemen. Bei auftretenden Konflikten nie vergessen jede Handlung hat ihren Sinn, jede Störung enthält eine Botschaft und ein Beziehungsangebot.
5. Physische Kompetenzen
5.1 Körperliche Fähigkeiten und Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und Wohlbefinden.
Im „Ostheimer Storchennest“ erziehen wir die Kinder zur selbstständigen Ausführung grundlegender Hygiene (z.B. Händewaschen, Toilettengang). Die Kinder erhalten erste Informationen über einzelne Lebensmittel (gesunde Ernährung, Achtung und Umgang von Nahrungsmitteln) und werden angehalten auf ihren Körper aufzupassen (Gefahren erkennen, Situationen einschätzen).
Während des gesamten Tagesablauf ist es wichtig und notwendig, nicht nur durch gezielte Angebote auf die Feinmotorik der Kinder einzuwirken, ebenso wichtig ist ein breites Angebot an unterschiedlichen Spielmaterialien, welche den Kindern zur freien Verfügung stehen (Steckspiele, Puzzel, verschiedene Baumaterialien, Naturmaterialien, malen, basteln, schneiden, matschen und kneten).
5.2 Bewegungserziehung
Bewegung ist für Kinder ein wichtiges Mittel, wissen über ihre Umwelt zu erwerben, ihre Umwelt zu „begreifen“, auf diese einzuwirken und Kenntnisse über sich selbst und ihren Körper zu erfahren. Alle Äußerungen des Kindes erfordern motorische Aktivitäten (beim Sprechen Mimik und Gestik, beim Singen, Tanzen und Musizieren, bei Werken und Basteln uvm.).

Das Kind hat Freude daran, sich zu bewegen und erlangt zunehmend Sicherheit in seiner Körperbeherrschung. Wahrnehmungsfähigkeiten und Gleichgewichtsinn werden durch körperliche Aktivitäten gestärkt.
Die Förderung der Grob- und Feinmotorik spielt in unserer Einrichtung eine wichtige Rolle. Unter dem Motto „Hilf mir es selbst zu tun“ fördern und unterstützen wir diese Entwicklung.
Zum Ausleben des Bewegungsdrangs bieten wir in Gruppen-, Turnraum und Hofgarten vielfältige Möglichkeiten (z.B. Rutschebene, Bällebad, Matratzen, Froschauge, Sprossenwand, Hängematte, Sandkasten, Bobbycar, Wippe, Schaukel).
Bei gezielten Turnangeboten und Spaziergängen geben wir den Kindern die Möglichkeiten Erfahrungen zu sammeln, motorische und koordinative Fähigkeiten zu erproben, Ausdauer auszubilden, körperliche Grenzen zu erkennen und durch üben zu erweitern.
Neugier, Spaß und Freude stehen hierbei immer im Vordergrund.
6. Kognitive Kompetenzen
6.1 Differenzierte Wahrnehmung,
Denkfähigkeit und Gedächtnis
Die Wahrnehmung durch Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Riechen ist grundlegend für Erkenn -, Gedächtnis,- und Denkprozesse. Da das Denken sich in der anschaulichen Phase befindet, d.h. Kinder verallgemeinern unangemessen, denken egozentrisch oder zentriert auf einen oder wenige Aspekte, unterstützen wir gezielt durch passende Denkaufgaben die dem Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes entsprechen. Kinder sollen Probleme eigenständig lösen (Hilfestellung, wenn nötig), Fehler bei der Problemlösung werden nicht als Schwäche betrachtet. Zum Problemlösen gehört auch das Lernen aus Fehlern. Während des gesamten Tagesablaufs

bieten sich die verschiedensten Gelegenheiten zur Gedächtnisschulung. Beispielsweise durch Lieder und Spiele im Singkreis, lebenspraktische
Tätigkeiten bei Essen, Händewaschen und
Anziehen, Puzzeln und Bilderbuchbetrachtung, Unterschiede erkennen, erstes Zählen, ordnen oder zuordnen, kennenlernen von Farben und
Formen, Zusammenhänge erfassen, gezielte Wissensvermittlung.
6.2 Fantasie und Kreativität
Kreativität ist die Fähigkeit im Denken neue, auch unerwartete und überraschende Wege zu gehen. Kinder in ihrer Kreativität stärken heißt auch, ihnen die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen. Fantasie und Kreativität zeigen sich im motorischen, sprachlichen, musikalischen und gestalterischem Bereich. Unsere Storchennest Kinder haben die Möglichkeit Fantasie und Kreativität in verschiedenen Angeboten/ Tätigkeiten und mit allen Sinnen aus zu leben (malen, basteln, musizieren, turnen, im Garten…)
Lernen durch alle Sinne ist in der frühen Kindheit die Grundlage von Bildung. Wird dies nicht berücksichtigt, besteht die Gefahr, dass die angeborene Sensibilität und damit die Fähigkeit durch die Sinne zu lernen verkümmert.
7. Entwicklung von Werten
7.1 Werthaltungen, Unvoreingenommenheit, Akzeptanz
Im „Ostheimer Storchennest“ leben wir täglich verschiedene Werte vor und geben deren Bedeutung an die Kinder weiter. Durch die Auseinandersetzung mit anderen Menschen, Kulturen und Problemen erlernen Kinder Werte (wie z.B. Rücksichtnahme, Nächstenliebe, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit)
Die Akzeptanz des Einzelnen und das Recht darauf seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche mitzuteilen ist uns sehr wichtig. Auch Erwachsene müssen zu hören können!
7.2 Eigenes Handeln, Verantwortung, Respekt
Kinder lernen Verantwortung für ihr eigens Handeln und gegenüber ihren Mitmenschen zu übernehmen. Durch Vorleben und Wissensvermittlung entwickeln Kinder ein Gerechtigkeitssinn für Andere, ihrer Umwelt und der Natur. Natur und Umweltschutz beginnt bereits im Kleinkindalter!
Um Kinder auf das demokratische Leben vorzubereiten ist es wichtig, Gesprächsregeln zu vermitteln, Mitsprache und Mitgestaltung und andere Meinung zu akzeptieren.
7.3 Religiöse Erziehung
Nicht nur im täglichen Umgang leben und vermitteln wir religiöse Werte, auch gezielte Angebote, Gebete im Singkreis und die christlichen Feste im Jahreskreis gehören zu unseren pädagogischen Inhalten. Die Inhalte der religiösen Bildung
richten sich nach den Fähigkeiten und dem
Entwicklungsstand der Kinder. Ebenso verhält es sich in den anderen Erziehungs– und Bildungsbereichen.
8. Regeln, Grenzen, Lob, Motivation und Vorbild
8.1 Regeln und Grenzen helfen Kindern sich zu orientieren. Sie geben Anhaltspunkte, ordnen das Miteinander und sind Grundprinzipien des sozialen Zusammenlebens, da sie das Wohlergehen des einzelnen in der Gruppe sicherstellen. Soziale Regeln und Grenzen sollen sinnvoll und (falls möglich) mit den Kindern erarbeitet werden. Es ist wichtig den Grund der Regel/ Grenze verständlich zu machen. Auch Regeln und Grenzen schützen nicht vor Konflikten und Auseinandersetzungen, sie geben Kindern allerdings die Möglichkeit in schwierigen Situationen auf sie zurück zu greifen und Sicherheit zu erlangen.
8.2 Lob, Motivation und Verstärkung von positivem Verhalten ist sehr nützlich, um das Verhalten eines Kindes in bestimmten Situationen positiv zu beeinflussen. Lob und Motivation passieren auf folgendem Lernprinzip:
„Folgt auf ein bestimmtes Verhalten eine angemessene Reaktion, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieses künftig vermehrt auftreten wird“
Täglich setzen wir gezielt soziale Verstärker (Lob, Motivation…) ein, um das Kind in seinem Verhalten positiv zu stärken. Diese Beeinflussung bewirkt nicht nur die Erweiterung von Wissen, sowie die Verfeinerung kognitiver und sprachlicher Kompetenz, sondern auch die Stärkung von Selbstvertrauen, Konfliktlösefähigkeit und Selbstbewusstsein.
8.3 Die Vorbildfunktion von Erwachsenen spielt während der gesamten Entwicklung des Kindes eine tragende Rolle und ist nicht zu unterschätzen. Kinder lernen von Erwachsenen im täglichen Umgang Werte, Sprache, Wissen, Fähigkeiten, Verhalten und vieles mehr. Wir müssen uns stets bewusst sein, welche wichtige Vorbildfunktion wir im Leben eines Kindes einnehmen.
9. Musikalische Erziehung
Kinder handeln von Geburt an musikalisch. Sie sind neugierig und haben Freude daran, Geräuschen und Tönen der Umgebung zu lauschen, diese selbst zu produzieren sowie die Klangeigenschaften von Gegenständen aktiv zu erforschen. Musik ist ein Teil ihrer Erlebniswelt. Musikalische Bildung und Erziehung sprechen die gesamte Entwicklung des Kindes an. Hören, singen, sich bewegen, tanzen, Rhythmus erleben, den eigenen Körper spüren und beherrschen, ein Instrument spielen und dabei noch mit anderen kommunizieren. So erhalten Kinder die Chance, spielend mit allen Sinnen und kognitiven Fähigkeiten zu lernen. Wir bieten täglich verschiedene musikalische Anreize (z.B. Singkreis mit Liedern, Singspielen, Turnen, Bewegungsspiele mit Instrumenten usw.).
10. Beobachtung und Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachdiensten
10.1. Beobachtung
Beobachtung gibt Einblick in die Entwicklung und das Lernen des Kindes und ist Basis und Anlass für das Gespräch mit Kind und Eltern. Solche Beobachtungen erfolgen unbewusst (täglich situationsbezogen) und bewusst (gezielte schriftliche Beobachtung).
Sie sind nicht nur Grundlage für Einzelgespräche mit den Eltern, sondern ausschlaggebend für das pädagogische Handeln in unserer Einrichtung. Die Beobachtungen geben uns Beispielsweise Auskunft über Sprach-, Motorische-, soziale Entwicklung und ob ein Kind von Schwächen, Benachteiligung oder Behinderung bedroht ist. Ebenso stellen Beobachtungen dar, über welche besonderen Vorlieben, Interessen und Begabungen ein Kind verfügt.
Falls notwendig haben wir die Möglichkeit Eltern und Kind an spezielle pädagogische Fachdienste zu verweisen und evtl. bei Kontaktaufnahme zu unterstützen.
10.2. Pädagogische Fachdienste
Mögliche Fachdienste sind:
Lebenshilfe in Bad Neustadt an der Saale
Frühdiagnose Zentrum in Würzburg und Suhl
Erziehungsberatungsstellen
Jugendamt
Es leistet fachliche Beratung bei allen Fragen des Kindeswohls und wird zur Schlichtungsstelle bei unterschiedlichen Meinungen zwischen Eltern und Erziehern.
Es ist zur Rechtsaufsicht ernannt und gibt Informationen an. Das Jugendamt bietet Fortbildungen und Präventationsveranstaltungen an. Es fungiert als Beratungsstelle für Träger und Kommunen und übernimmt auch hier Schlichtungsfunktionen.
Es entscheidet über Kostenübernahme auf Antrag und führt statistische Erhebungen durch.
Gesundheitsamt
Es informiert über Hygienevorschriften, bietet Merkblätter zum Infektionsschutz und berät in gesundheitlichen Fragen.
Gemeindeunfallversicherungsverband
Über diesen Verband sind alle Kinder während des Krippenaufenthalts versichert. Falls es zu einem Unfall kommen sollte, erhält der Verband einen Unfallbericht und übernimmt die Kosten für die notwendigen ärztlichen Behandlungen.
Ein Sicherheitsbeauftragter dieses Verbandes überprüft in regelmäßigen Abständen Innen- und Außenbereich der Einrichtung, um Unfallquellen zu verhindern.
10.3 Qualitätssicherung
Ein reger Informationsfluss zwischen Bezugspersonen und Krippenmitarbeitern sichert das Wohl eines jeden Kindes.
Informationsaustausch zwischen Träger und den Krippenmitarbeitern bilden die Grundlage für die Gewährleistung einer pädagogischen Richtung, die gemeinsam getragen wird.
Um die Öffentlichkeit auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen laden wir die Presse zu Festen und anderen Anlässen ein.
Jedes Kind besitzt eine Sammel- und eine Portfoliomappe, in der sowohl Fotos als auch Bastelarbeiten des Kindes gesammelt werden. Eltern erhalten jeder Zeit Einsicht in die Mappe um so einen Überblick über die Entwicklung ihres Kindes zu bekommen. Beim Übertritt in den Kindergarten bekommt jedes Kind seine Mappen mit nach Hause.
Ein Gruppentagebuch, sowie ein Beobachtungsordner ermöglichen allen Mitarbeitern spontane Beobachtungen der einzelnen Kinder zu notieren. Diese Notizen sind sehr nützlich bei der Vorbereitung auf Entwicklungsgespräche.
Teambesprechungen finden regelmäßig statt. Das Team bespricht laufende und geplante Projekte, tauscht Erfahrungen aus und erstellt bei Bedarf schriftliche Beobachtungsberichte. Als Grundlage hierfür dienen die notierten Beobachtungen der einzelnen Mitarbeiter aus den Bereichen Sprache, kognitive Entwicklung, soziale Kompetenz, Grobmotorik, Feinmotorik, Konzentrationsfähigkeit, Spielverhalten bei Stuhlkreissituationen, in kleinen Gruppen und während der Freispielphasen.
Mitarbeiter sind angehalten regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen.
11. Elternarbeit
Bildung und Erziehung beginnen in der Familie und das besonders in den ersten Lebensmonaten / Jahren. Als Kinderkrippe „Ostheimer Storchennest“ stellen wir nach dem Elternhaus mit Die nächsten Bezugspersonen, welche auch für die Erziehung und Bildung zuständig sind. Ziel unserer Arbeit ist, eine umfassende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bei der wir stets die enge Kooperation mit den Eltern suchen.
Um unsere Einrichtung kennen zu lernen, können Besuchstermine vereinbart werden. Aufnahmegespräche, Schnuppertage (auch mehrere) sind ein wesentlicher Bestandteil der Eingewöhnungsphase.
Kennenlernen, Beschnuppern und Eingewöhnung braucht Zeit – für Kind und Eltern!
Neben vereinbarten Elterngesprächen sind die Tür- und Angelgespräche wichtiger Kommunikations- und Informationsaustausch.
Informationen werden von uns in verschiedener Weise weitergegeben.
+ Gespräche + Elternabende + Storchenpost
+ Konzeption + Aushänge und Nachrichten an der Pinnwand
+ Webseite www.kinderkrippe-ostheimerstorchennest.de
+ Aushänge und Nachrichten an der Pinnwand
Zu Beginn eines neuen Krippenjahres wird der Elternbeirat gewählt. Hier haben engagierte Eltern die Möglichkeit sich aktiv am Einrichtungsgeschehen zu beteiligen, Feste und Veranstaltungen mit zu organisieren und Verantwortung zu übernehmen.
Bei Bedarf werden auch Arbeitseinsätze im „Ostheimer Storchennest“ von den Eltern durchgeführt. Um das soziale Miteinander zu Stärken, bieten wir verschiedene Gemeinschaftsaktivitäten an (Sommerfeste, Nikolausfeier…), wo wir in einer freundlichen Atmosphäre schöne Stunden miteinander verbringen und besonders auch die Eltern untereinander Zeit und Möglichkeit zu persönlichen Austausch haben.







